Krankheitsbilder

Parkinson

In Deutschland leiden rund 250.000 Menschen an Morbus Parkinson. Bei dieser Erkrankung konnte eine Verbesserung und teilweise sogar ein Rückgang der Symptome durch Implantat-Ohr-Akupunktur inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die ersten Patienten wurden bereits 2001 mit dieser neuen Methode behandelt und sind bis heute wesentlich besser zurecht, als vorher. Hierbei zeigte sich, dass insbesondere Tremor (Schütteln), Muskelsteifigkeit und die chronischen Schmerzen zurück gingen und die Beweglichkeit im Alltag gesteigert werden konnte. In der Folge kam es auch zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität vieler Betroffener. Bei der Implantation werden in einer ersten Sitzung zwischen zehn und 20 Titan-Nadeln an ganz bestimmte Zonen der Ohrmuschel platziert. Eine erste Wirkung ist etwa drei bis vier Wochen nach der Implantation zu erwarten. Der Arzt steht dann alle vier Wochen mit den Patienten und seinen Angehörigen in Kontakt. Nach etwa drei Monaten sollte spätestens ein zweiter Besuch beim Arzt erfolgen, damit eine allgemeine und neurologische Nachuntersuchung erfolgen kann. In rund der Hälfte aller Fälle kann durch eine zweite Ohr-Implantat-Akupunktur der Behandlungserfolg gefestigt und verfeinert werden. Ärzte und Therapeuten haben sich verpflichtet, alle Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Dokumentation zu erfassen. Der Gesetzgeber verlangt zudem die Offenlegung dieser Daten, so dass in Zukunft diese Methode noch bekannter wird und weiter erforscht werden kann.